17.1.2020 + UT Connewitz + 20:30 Uhr + 'Heldenstadt Anders' + Der Festvial Film

heldenstadt anders der festival filmDrei Tage AUSVERKAUFT. Unzählige Biers, Umarmungen. Tränen der Freude, Pogo, gute Laune. Dazu Bands, die mehr als drei Jahrzehnte nicht mehr zusammen auf der Bühne gestanden haben. Dass Leipziger 'Heldenstadt Anders Festival' im Leipziger UT Connewitz war ein voller Erfolg!

Wir haben in den letzten Monaten die aufgenommenen Daten gesichtet und daraus für euch einen eindrucksvollen Dokumentarfilm gemacht. In dem - selbstverständlich - alle Bands vorkommen. Der Film ist in seiner jetzigen Fassung 148 Minuten lang und besteht aus drei Teilen (Tag 1, 2 und 3 des Festivals). Er soll am 17. Januar 2020 um 20:30 Uhr im Leipziger UT Connewitz Premiere haben. Ein paar Karten gibt es noch an der Abendkasse. Am Samstag wird er - via VIMEO - zum Streaming/Download angeboten. Links werden hier veröffentlicht. Unvergessliche Bilder, Interviews, Eindrücke.

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'Vor 30 Jahren': "Linke jagen" - Leipzig im Januar 1990

Mitte Januar 1990 in Leipzig: schwarz, rot, goldene Fahnen wehen auf dem Innenstadtring. Zehntausende, die rufen: "Wir sind ein Volk". Einige von ihnen machen auf dem Karl-Marx-Platz Jagd auf Grüppchen, die eingehüllt in DDR-Fahnen abseits stehen. Wir haben einmal in die Fotokiste gegriffen und ein paar alte Aufnahmen herausgesucht. Viel Spaß mit den zeithistorischen Fotos und dem Artikel eines 24jährigen, der gerade als Reporter begann. 
Leipzig 15011990 5
Foto: Fred Kowasch - All Rights reserved

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Klare Kante: Warum der WDR ein Auslaufmodell ist

Ein Kommentar von Fred Kowasch

Es gibt einen sehr sehenswerten Film im Netz. Feinster investigativer Journalismus. Zu einer Zeit, da das NDR-Medienmagazin 'ZAPP' noch bissig war, keine Rücksicht auf Öffentlich-Rechtliche Kollegen nahm. In diesem Beitrag geht es um die Nebentätigkeiten von ARD und ZDF-'Journalisten'. Dieser Film zeigt anschaulich, wie sie bis zu 20.000 Euro für einen Auftritt einstreichen. 'Journalisten' wie Claus Kleber oder Tom Buhrow. Angeblich Gesichter für Glaubwürdigkeit und Seriosität im TV-Journalismus. In diesem Filmbeitrag geben sie keine wirklich gute Figur ab.

wdr innenstadt koelnZehn Jahre später steht einer von Ihnen - Tom Buhrow - wieder im Fokus des öffentlichen Interesses. Es geht um einen - ziemlich - missglückten 'Satire'-Song. Einen Song, den man lustig finden kann. Oder auch nicht.

So ein Lied muss man machen können dürfen. Egal wie schräg das 'künstlerische' Werk ist. Ob es inhaltlich nicht vielleicht sogar die völlig Falschen trifft. Genau dieses gebietet die Presse- und Meinungsfreiheit. 

Diesen Song aus dem Programm zu nehmen, geht nun wirklich nicht. Egal wer da wütend wird.

Sei es der NRW-Ministerpräsident. Seien es ein paar Hundert Leserbriefschreiber. Seien es die 'rechten' Trolle im Netz. Kein Verantwortlicher von Format knickt - bei diesem lauen Empörungslüftchen - ein.

Nur einer, der wirklich keine 'Eier' hat. Von den Mitarbeitern aus seiner 'Social Media'-Abteilung schlecht beraten wird. Eine Agentur für 'Krisenkommunikation' braucht.

Intendant Tom Buhrow ist symptomatisch für seinen Haussender. Schon seit Jahren kommt - aus dem einst so innovativen WDR - keine wirklich neue Programmidee mehr. Wer diesen Apperat einmal von innen erlebt hat - und der Autor hat dies ein paar Jahre - der weiß: hier verwaltet Feigheit, Political Correctness und Kleingeist das Programm. Dümpelt Belanglosigkeit selbstzufrieden vor sich hin. Während draußen - in diesen Tagen sogar direkt vor den blank geputzten Scheiben am Appelhofplatz - die Konflikte des Landes sprichwörtlich eskalieren. So einen Sender braucht kein Mensch.

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VoD: Hacking Justice - Der Richter und der Rebell - (Dokumentarfilm, 91 min, 2017)

Julian Assange, der Gründer von WikiLeaks, sitzt in Großbritannien seit Monaten im Gefängnis. Unwürdig wurde er am 11. April aus der equadorianischen Botschaft in London gezerrt. Eine Auslieferung in die USA steht - möglicherweise - bevor. Mitte November erst haben die schwedischen Behörden die Ermittlungen gegen ihn wegen angeblicher Vergewaltigung eingestellt.

Assange und WikiLeaks - der Fall vom Medienstar zum 'Bad Guy'. Wohl auch weil seine Organisation im Oktober 2016 den gehackten E-Mail-Verkehr aus dem Wahlkampfteam von Hillary Clinton öffentlich stellte. Und damit Einfluss auf den amerikanischen Präsidentenwahlkampf nahm. Der Dokumentarfilm 'Hacking Justice' schildert hautnah die Zeit von Assange in der equadorischen Botschaft in London. Und wie ihm ein ehemaliger spanischer Richter - der jetzt als Anwalt arbeitet - bei seinem Kampf gegen die Justiz unterstützt. Noch bis zum 31.03.2020 in der ARD-Mediathek.

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"Am Besten, Du machst ab Sonntag Dein Handy aus!" - Was Whistleblower erleben

von Fred Kowasch

Der Umgang mit Whistleblowern - er glich jahrelang einem Drahtseilakt. Im März hat die Europäische Union eine Richtlinie verabschiedet, die Hinweisgebern Rechtssicherheit vermitteln soll. Ehe dies jedoch in nationales Gesetz umgesetzt wird, können noch Jahre vergehen. Mitte Oktober nun befasste sich der Sportausschuss des Deutschen Bundestages mit dem Thema. Mehr Details auch unter sportspool.tv


"Am Besten Du machst ab Sonntag Dein Handy aus. Für ein paar Tage!"  Eine besseren Tipp konnte ich dem Whistleblower im Februar 2009 nicht geben. Denn ich war selbst überfordert. Wer bereitet einen in der Journalistenschule schon auf den Umgang mit Whistleblowern vor?! Wer weiss, ob die Story wirklich 'steil' geht? Ob sie nicht unkommentiert vor sich hin rottet ....

Diese Story allerdings ging steil. Sehr steil sogar. ARD-Sportschau, ZDF-Heute-Nachrichten, WDR-'Sport inside'. Und, und, und. Irgendwann bist Du als Filmemacher (und Produzent) dann schlicht auch überfordert. Wer kann sich dann noch um seinen Informanten kümmern?! Den, der so einen öffentlichen Aufschrei noch nie erlebt hat. Der, der in seinem Kämmerchen vor dem ausgeschalteten Handy sitzt, während im Mail-Acount eine Nachricht nach der anderen eingeht.

Solche Tage bedeuten Stress. Jeder will etwas von Dir. Da muß auf die Presseerklärung des Sportverbandes geantwortet werden. Der Redakteur drängelt. Vorwürfe gegen unseren Informanten stehen im Raum. Wie kontert man die am Besten, wenn nebenbei noch ein weiterer Film zu machen ist? Wie ist es mit einem Anwalt? Wer stellt ihn? Wer muss ihn bezahlen?

TV-Sender nehmen solche Enthüllungen ganz gerne mit. Investigative Geschichten führen zu Anerkennung unter den Kollegen, am Ende winkt vielleicht sogar ein Fernsehpreis. Nur: um einen Anwalt - der ihn rechtlich berät - muss sich der Whistleblower selbst kümmern. Ihn aus der eigenen Tasche bezahlen. Irgendwie geht dass nicht. Es Ist auch nicht zu akzeptieren, dass - nur weil der Whistleblower aufgrund massiven rechtlichen Druckes seine Aussage später ein wenig modifiziert - er (und seine Geschichte) plötzlich regelrecht in Ungnade fallen. Die Redaktion sich einer Folgestory verweigert. Obwohl der Fall bei Staatsanwaltschaft und dem Landeskriminalamt weite Kreise zieht. Sie dort den Wert der Insiderinformationen zu schätzen wissen. Andere Medien weiterhin über den Fall berichten.

Der richtige Umgang mit Whistleblowern. Er steht in keinem Lehrbuch. Denn jeder Fall ist anders. Jedes Motiv, sich zu offenbaren und an die Medien zu wenden, liegt eine andere persönliche Geschichte zu Grunde. Die zu erfahren, den persönlichen Hintergrund exakt zu verifizieren, ist schwierig. Braucht Einfühlungsvermögen, erfordert Zeit. Die Frage nach seinem Motiv 'auszupacken' - als Filmemacher habe ich sie an den Whistleblower wieder und wieder gestellt.

Ein Rest-Risiko bleibt immer. Für den, der die Geschichte macht. Viel mehr noch für den, der sie erzählt. Der manchmal gar nicht ahnt, was für einen medialen Aufschrei ein Einzelner auslösen kann. Und dass die öffentliche Tortur erst dann so richtig losgeht. (Text März 2019)

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Berlin-Tipps

berlin bei nacht
17.01. 19.30 Schokoladen: Timur und sein Trupp, Deaf Kennedys (Punk) 7e
17.01. 20.00 Nuke: Victorius, Grailknights (Powermetal) 18e
17.01. 21.00 Urban Spree: Soviet Soviet, Talk Show (Post Punk) 18e
17.01. 21.30 Tief : Damsel in Distress, Fatigue, Splizz, Fett&Zucker (Punk, Riot-Grrrl )
17.01. 22.00 BLO-Ateliers: Francesco Piu, Caboose, Kat Baloun (Blues Rock)
17.01. 22.00 Wild At Heart: Sweatpants Party, Tungsten Tips (PunkRock) 13e
17.01. 23.00 Anita Berber: Marc Brauer, Otto Lebowski, Yona Whale, Nihal (House)

18.01. 12:00 Kater Blau: Dave Dinger, Matija & Richard Elcox, Kaufmann (Techno, House)
18.01. 18.00 Festsaal Kreuzberg: Equilibrium, Lord of the Lost, Nailed To Obscurity, Oceans (Darkrock, Death Metal) 37e
18.01. 18:00 Mensch Meier: DJZufall, Stixonspeed, Gym Tonic, Gwen Wayne, Alma Alloro, Paris aus Hilton, DJ Andi, DJ Micha (Techno, House)
18.01. 19.30 Schokoladen: Longfingah & Sub Pressure Band, Tonto Addi (Ska, Reggae, Dub) 7e
18.01. 20.00 KVU: Marta Raya, Gruftschlampen, Dystopian Society (Gothic, Post Punk)
18.01. 21.30 Trickster: Morsch, Raskolnikoff (Dark Rock)
18.01. 22:00 Supamolly: Slamtilt!, The Inserts (HC, Punk, Empfehlung) 6e

19.01. 12:00 About Blank: Anna Adams, FlexibleHeart, Tilltheend, Aitch (Techno, House)
19.01. 19:00 Tiki Heat: Pat Carter & Desmond Garcia (Country & Western ) 0e
19.01. 19:00 Franken Bar: Radio Havanna (Punk, Rock)
19.01. 20.00 Monarch: Yonas, Justin Stone, Zak Downtown (HipHop) 20e
19.01. 20.30 Berghain, Kantine: Tuvaband, Hôy La (Piano, Folk, Post-Rock) 14e
19.01. 21:00 Hangar 49: The Union Black, Güni (Experimental, Metal )
19.01. 23:59 Suicide: Marion Cobretti, Modest Crow, Zusan (Techno, House)

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Open Air Festivals 2020 - Ein Überblick

festivals 20195./6./7.Juni
Rock am Ring - Nürburgring
rock-am-ring.com
(Green Park, Broilers, Billy Talent, Broilers, Trettmann) 

18.-20.Juni
This Is Ska - Wasserburg Roßlau/ Dessau
this-is-ska.de
(Oxo 86) 

19./20./21.Jun
Hurricane - Scheesel
hurricane.de
(Seed, The Killers, Kings of Leon)

3./4./5..Juli  
Summerjam - Fühlinger See, Köln
summerjam.de
(Gentleman, Trettmann, Fettes Brot)

16./17./18.Juli
Back To Future - Glaubitz/Riesa
back-to-future.com
(ZSK, Oxo 86, Red London)

17./18./19.Juli 
Meltfestival - Ferropolis, Gräfenhainichen
meltfestival.de

31.Juli/1./2.August 
Resist To Exist - Berlin
resisttoexist.de/wp/

10./11./12..August 
SonneMondSterne - Saalburg
sonnemondsterne.de/


14./15./16.August
Highfield, Störmthaler See, Leipzig
highfield.de/
(Beatsteaks, Sido)

 

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Borderlands / Grenzgänge - Mit der Kamera zwischen den Fronten (43 min, 2012)

Steine und Gummigeschosse bei Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und israelischen Soldaten an der Mauer im Westjordanland, Polizeigewalt beim Grenzhandel zwischen der spanischen Enklave Ceuta und Marokko, betrunkene Teenager, die auf den Straßen von Belfast nach der Kamera greifen: Die Arbeit des mit zwei World Press Awards ausgezeichneten Fotografen Kai Wiedenhöfer spielt sich in Extremen ab. Fred Kowasch hat ihn bei diesen Grenzgängen begleitet. Der Film lief auf zdf.info, zdf.kultur, 3sat und der Deutschen Welle. Aktuell ist er - im Rahmen der Ausstrellung 'Confrontier' - bei der Stadt Wolfsburg zu sehen.

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Dokumentarfilm: 'Inside HogeSa' - Von der Straße ins Parlament (92 min, 2018)

Köln, am letzten Oktobersonntag 2014. Tausende von muskelbepackten Männern, die unter dem Motto 'Hooligans gegen Salafisten' (HogeSa) durch die Kölner Innenstadt ziehen. Hooligans, Türsteher, Rocker, Rechtsradikale. Die Demonstration endet in Ausschreitungen am Hauptbahnhof. Tagelang bestimmen die Ereignisse von Köln, bestimmt das Bild vom umgekippten Polizeibus, die Schlagzeilen. Die Öffentlichkeit fragt sich seither: wie konnte dies passieren? Warum haben die Sicherheitsbehörden geschlafen?

In der Folgezeit dominieren - in Ost wie West - 'Pegida-Demonstrationen das Straßenbild. Im Herbst 2017 schließlich zieht die AfD in den Deutschen Bundestag ein. Politikwissenschaftler und LKA-Ermittler sind sich einig: 'HogeSa' hat für diese Entwicklung den direkten Anstoß gegeben.


In 'Inside HogeSa - Von der Straße ins Parlament' begleiten wir die Protagonisten der Szene vier Jahre lang. Zum ersten Mal reden rechte Hooligans,'Nationale Sozialisten' und 'Pegida'-Vertreter offen vor der Kamera. Ein 92-Minuten-langer Dokumentarfilm, der einen Einblick in eine Szene gibt, den es so vorher noch nicht gab. Der durchaus schockieren kann.

Wem der Trailer gefällt, kann sich gern den kompletten Film ansehen. Er kostet 4,99 (Ausleihe 48 Stunden) und 9,99 Euro (all).
Wer den Film kauft, bekommt die Interviews mit Tatjana Festerling und 'Captain Flubber' in voller Länge zu sehen.

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